Die Geschichte des Seawurmes

Die Geschichte des Seawurmes beginnt irgendwo im Dunkel der Geschichte voriger Jahrhunderte. Schriftliche Aufzeichnungen sind dementsprechend selten. Am ehesten sind sie wohl noch hier und hier nachzuvollziehen.

 

Im Jahr 2002 ruft Peter Schmid, Pächter der Badeanstalt und hoch geschätzter Koch im dortigen Restaurant, einen ersten "sportlichen" Bewerb ins Leben. Ganze fünf unerschrockene Burschen treffen sich daraufhin beim Schranken im Haidach, radeln zum See hinauf und Laufen sowie Rudern dort noch ein bisschen.  

 

Der Bewerb hat keinen Namen, nur der Verlierer, das ist - wie sich im Laufe der ausgiebigen Nachbesprechung herausstellen sollte - der Seawurm und der muss sich wenig ehrenvoll eine Wurmkette umhängen. Eben zum Zeichen dafür, dass er nur so dahinkrieche während all die anderen doch hermesgleich und scheinbar ohne ersichtliche Anstrengung locker durch die Gegend düsen. "Wu-urm, Wu-urm, du Wurm vom Piburger Se-a, du bisch dar Sea-Wurm, hähähäää!" 

Auch in den Folgejahren gibt es ähnliche "Veranstaltungen", jeweils nur im kleinen Freundeskreis. Mal wird sackgehüpft, mal dieses und mal jenes gemacht. Jedenfalls "ist es immer eine Bettelei gewesen", so Initiator Peter Schmid, er habe damals nur sehr schwer Teilnehmer animieren können. 

Der erste Seawurm der Neuzeit findet im Jahr 2007 statt. Die Veranstaltung erhält eine neue Ausrichtung, der "Seawurm" - also die Sagengestalt - ist fortan nicht nur der Namensgeber, sondern auch die Leitfigur.

 

Als Strecke wird die nun als "Originalschleife" bekannte Route ausgewiesen, 115 Teilnehmer schwimmen, laufen und radeln zur Freude eines neuen Organisa-tionsteams. Der Bewerb findet im Juni statt, das Ziel befindet sich im Flachstück vor dem kleinen Parkplatz oberhalb der Badeanstalt. Die Zeitnehmung erfolgt per Handstoppung. In Ermangelung einer funktionstüchtigen Batterie schreit sich der Sprecher mit dem defekten Magafon die Lunge aus dem Leib.

 

Seawurm erhält eine eigene Homepage, das Geschehen wird auf einer DVD verewigt. 

2008 steht das Ziel direkt vor der Badeanstalt. Die Zeitnehmung erfolgt zum ersten Mal elektronisch, allerdings noch nicht mittles Transpondern. Für die Wertung ist eine Altersklausel vorgesehen, die Zeitgutschriften vorsieht. Es gibt 102 Finisher, aber die sich großspurig angekündigt habenden "Alten" lassen komplett aus, weshalb die Rege-lung mit den Zeitgutschriften auch wieder gleich ad acta gelegt wird. Erneut wird eine Seawurm-DVD produziert.  

2009 steht das Ziel erstmals in der Badeanstalt, erstmals wird die Zeit mittels Trans-pondermessung ermittelt. Das kommt bei den Teilnehmern gut an, die dem OK die Er-gebnislisten aus den Händen reißen. 131 Finisher.

2010 taucht erstmals der Seawurm leibhaftig auf (hier und hier statische und bewegte Bilder davon). Bisher kannte man ihn davor ja nur vom Hörensagen. Für die Medien ist das Erscheinen des Ungeheuers ein gefundenes Fressen. "Tirol Heute" berichtet und auch "Herr Reindl" gibt seinen Senf dazu...

 

Erster Pipi-, erster Hobbylauf; 159 Finisher. 

2011 gibt es erstmals an die 180 Meldungen, 163 TeilnehmerInnen dürfen sich als Finisher feiern lassen. Transponderzeitnehmung gehört mittlerweile zum Standard, die Moderation hat bei Kaiserwetter Tirols Kommentatorenlegende Rainer Dierkes inne.